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Produkttreppe® – Einordnen, bevor strukturiert wird

  • Autorenbild: Antje Reich
    Antje Reich
  • 9. Feb.
  • 3 Min. Lesezeit

Das Bild zeigt eine Grafik der Produkttreppe nach Smart Business Concept mit dem Titel: Produkttreppe - Tool oder Businessmodell?

Grafikrechte: Smart Business Concepts, https://smartbusinessconcepts.de/



Viele Angebotsprobleme entstehen nicht durch fehlende Ideen. Sie entstehen, weil zu früh gestaltet wird – ohne dass klar ist, was dieses Business eigentlich trägt.


Angebote werden ergänzt, erweitert, variiert.

Formate kommen hinzu, andere laufen mit.

Nach außen wirkt das vielseitig.

Nach innen wird es unübersichtlich.


Die Produkttreppe hilft nicht dabei, Angebote aufzuräumen.

Sie hilft dabei, Entscheidungen einzuordnen, bevor Struktur entsteht.





Warum es sinnvoll ist, mit der Tragschicht zu beginnen


In der Arbeit mit der Produkttreppe starte ich bewusst nicht mit Reichweite, sondern mit der Tragschicht.

Nicht aus methodischer Strenge, sondern aus praktischer Notwendigkeit.


Die Tragschicht beantwortet zuerst die zentrale Frage:

Welche Art von Zusammenarbeit trägt dieses Business – inhaltlich und wirtschaftlich?


Solange diese Frage offen bleibt:

  • bleibt Reichweite beliebig

  • müssen Angebote erklärt werden

  • wirken Übergänge konstruiert

  • entsteht Umsatz zufällig statt strukturell


Die Tragschicht ist kein Kapitel in der Produkttreppe.

Sie ist die Bezugsgröße, an der sich alles andere ausrichtet.





Die Tragschicht: Entscheidung und Umsatz



In der Tragschicht liegen die Kernangebote eines Business.

Nicht als Leistungssammlung, sondern als Entscheidungsebene.


Hier wird nicht beiläufig verdient.

Hier entscheiden sich Kund:innen bewusst für eine Zusammenarbeit.


Das ist möglich, weil bereits etwas passiert ist:

  • Vertrauen wurde aufgebaut

  • die Rolle der Unterstützung ist klar

  • Optionen sind sinnvoll begrenzt


Ein tragfähiges Kernangebot beantwortet nicht alles.

Seine Funktion liegt woanders.


Es schafft:

  • eine klare Einordnung der aktuellen Situation

  • Orientierung über den nächsten sinnvollen Schritt

  • eine Entscheidung, die für beide Seiten tragfähig ist


Umsatz entsteht dort, wo Klarheit und Vertrauen zusammenkommen – nicht dort, wo möglichst viel erklärt wird.




Typische Spannungen in der Tragschicht


In der Praxis zeigen sich Probleme in der Tragschicht häufig dann, wenn:

  • Kernangebote zu viele Themen gleichzeitig abdecken sollen

  • Individualisierung sehr früh einsetzt

  • Entscheidungen an Kund:innen ausgelagert werden

  • Preise erklärungsbedürftig werden

Das wirkt nach außen oft wie ein Kommunikationsproblem. In Wirklichkeit ist es ein Einordnungsproblem.


Solange die Funktion der Tragschicht nicht klar ist, gerät die gesamte Produkttreppe ins Wanken.





Reichweite: Zugang und Vorbereitung


Reichweite ist eine eigenständige Angebotsebene.

Ihre Funktion liegt im Zugang, nicht in der Entwicklung.


Reichweitenangebote ermöglichen:

  • erstes Vertrauen

  • grobe Orientierung

  • ein Verständnis dafür, wofür ein Business steht


Dazu zählen Inhalte, Impulse, Checks oder kleinere Kennenlernformate.


Reichweite wird instabil, wenn sie Aufgaben übernimmt, die nicht zu ihr gehören:

  • wenn sie Entwicklung ersetzen soll

  • wenn sie Entscheidungen vorwegnimmt

  • wenn sie isoliert im Angebotssystem steht


Dann entsteht viel Aktivität bei geringer Verbindlichkeit.


Gut eingeordnete Reichweite bereitet Entscheidungen vor. Mehr nicht – und genau darin liegt ihre Wirkung.





Superuser: Vertiefung als Ergebnis


Superuser-Angebote stehen auf der obersten Stufe der Produkttreppe. Sie ermöglichen Tiefe.


Typische Formate sind:

  • langfristige Begleitungen

  • Mentoring

  • Sparring auf Augenhöhe


Diese Angebote setzen voraus:

  • Erfahrung mit der Zusammenarbeit

  • Vertrauen in die Struktur

  • nachvollziehbare Übergänge im Angebotssystem


Superuser entstehen nicht durch Planung.

Sie entstehen, wenn Zusammenarbeit trägt und sich bewährt.


Wer Superuser-Angebote sehr früh sichtbar macht oder isoliert anbietet, erzeugt oft Distanz statt Anschlussfähigkeit.


In einer klar gedachten Produkttreppe sind Superuser kein Startpunkt, sondern das Ergebnis funktionierender Struktur.




Einordnung statt Ordnung – mein Blick aus der Praxis


Ich arbeite mit der Produkttreppe nicht, um Angebote zu sortieren. Sondern um Klarheit herzustellen, bevor strukturiert wird.


Über viele Jahre und sehr unterschiedliche Projekte hinweg zeigt sich immer wieder:

Business scheitert selten an fehlenden Ideen.

Es scheitert daran, dass Entscheidungen zu früh getroffen – oder zu lange vertagt werden.


Die Produkttreppe zwingt zur Einordnung:

  • Was trägt dieses Business wirklich?

  • Wo entsteht Umsatz – und warum genau dort?

  • Welche Übergänge sind sinnvoll – und welche nicht?


Erst wenn diese Fragen beantwortet sind, wird Struktur hilfreich.





Die Produkttreppe als Businessmodell



Eine Produkttreppe ist kein statisches Konstrukt.

Sie ist ein Businessmodell - oder auch Arbeitsmodell.


Angebote dürfen verschwinden, wenn ihre Funktion nicht mehr erfüllt wird. Neue Ideen werden eingeordnet, nicht addiert.


So entsteht:

  • weniger Komplexität

  • klarere Entscheidungen

  • ein konsistentes Angebotssystem


Nicht durch mehr Struktur, sondern durch bessere Einordnung.




Fazit


Eine tragfähige Produkttreppe entsteht nicht durch mehr Angebote.

Sie entsteht durch klare Funktionen, saubere Übergänge und die Bereitschaft, Einordnung vor Gestaltung zu stellen.



Wenn du tiefer einsteigen willst:

Im Business-Standort-Check wird betrachtet, wie deine Angebote aktuell eingeordnet sind – welche tragen, wo Übergänge unklar sind und an welcher Stelle Struktur fehlt.


In meinem LinkedIn-Artikel zur Produkttreppe beschreibe ich drei typische Situationen aus der Praxis.




Klicke auf das Bild und erfahre mehr über den Standort-Check


Grüner Hintergrund mit klarer Typografie. auf der echten Seite ist ein Mockup mit dem Business-Standort-Check zu sehen.

Antje Reich I Business Consulting I powered by AI

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